Ladies Night

Stephen Sinclair/Anthony McCarten

mit:

Eddie Irle, René Schwittay, Holger Bülow, Jörg Seyer, Philipp Buder, Friedemann Eckert, Christoph Hohmann, Michael Schrodt

Hans-Otto-Theater Potsdam

Premiere: 20.06.2014

 

Bühne:          Jan Steigert  

Kostüme:        Grit Walther  

Choreographie:  Marita Erxleben

© HL Böhme / G. Walther

Presse:

 

Hans Otto Theater Potsdam: "Ladies Night"

Ein leichtes, überraschendes und bitter-komisches Sommertheatervergnügen im Gasometer.

 

"...Die Männer strippen nicht einfach so, sondern aus Existenzangst. Das wird in der neuen Inszenierung (Regie: Andreas Rehschuh) deutlich. Gerade weil die Geschichte so bitter ist, ist sie auch so komisch... "

 

"...Der dünne Dave, der dicke Barry und der schüchterne Norman gründen eine Tanzgruppe. Dabei sind sie sind sie nicht nur körperlich sehr verschieden. Wie sie sich missverstehen und kleine Machtkämpfe austragen ist wirklich zum Schreien komisch..."

 

"...Man versteht, dass die Stripnummer nicht einfach nur eine schräge Idee ist, sondern eine Art Aufbäumen im Kampf um die eigene Existenz. All das wird hinreißend gespielt, von allen sechs Akteuren..."

 

"...Das Verrückte an der Geschichte ist, dass der Striptease, also das Verkaufen der eigenen Haut, zum Akt der Emanzipation wird. Man fiebert mit den Männern mit und staunt, dass sie bei all den Schwierigkeiten, mit denen sie zu kämpfen haben, schließlich doch eine lange und ziemlich ausgefeilte Tanznummer zustande kriegen. Die Sechs lassen alle Hüllen fallen, doch Andreas Rehschuh hat auch das auf eine Weise inszeniert, dich nichts Peinliches hat. Diese "Ladies Night" ist ein leichtes, überraschendes und bitter-komisches Sommertheatervergnügen …"

 

Oliver Kranz, kulturradio

 

Sommertheater: „Männer finden ihre Würde wieder“

 

"...Der Regisseur Andreas Rehschuh zog wieder Mal alle Register seines Könnens. Herausgekommen ist ein überaus vergnügliches Stück mit sozialem Hintergrund. Beides miteinander zu verbinden – die tragische Handlung und beste Unterhaltung – sind hier ausgezeichnet geglückt..."

"...Auftreten oder nicht, das ist jetzt die Frage. Sie tun es und als „Wilde Stiere“ kommen sie auf die Bühne und lassen die Hüllen fallen – alle wohlgemerkt - gleichzeitig steigen Fontänen auf die Bühne, welch grandioses Ende.
 
Eine Show, die ihres gleichen sucht. Sechs Männer wachsen über sich hinaus. Sie zeigen in dieser Show, dass sie da sind, sie werden wieder wahrgenommen – das Unfassbare  gelingt, die Show wird ein Erfolg! Diese sechs haben ihr Ego und ihr Würde wiedergefunden.
 
Es ist eine  Geschichte von gestern und heute voller Melancholie und Tragik, aber auch voller Witz.  
 
Die sechs Schauspieler zeigen all ihr Können und sind einfach nur klasse jeder für sich. Verletzlich, ..., zeigen sie wie sie mit befreiender Frechheit Grenzen überschreiten und über sich hinaus wachsen. Eddie Irle als Dave ist die Hauptrolle auf den Leib geschrieben.
 
Es ist ein wunderbarer Abend. Diese Inszenierung ist anrührend, melancholisch und irrsinnig witzig – einfach perfekt. Die Zuschauer klatschten lange Beifall mit vielen Bravorufen für gelungenen Spaß und überzeugende Rollenportraits.
 
Das Bühnenbild von Jan Steigert passte perfekt zu dieser Geschichte, gleichfalls die Kostüme von Grit Walther, verbunden mit einer tollen Choreografie (Marita Erxleben)."

 

Torsten Waschinski 

Wochenspiegel

 

Wenn sechs Kerle als Stripper ihre letzte Chance sehen

 

"...Trotz der kühlen Temperaturen am Premierenabend ist es wunderbar herzerwärmend, wie die Auszieh-Amateure sich zu "Sex Bomb" aus den Klamotten wursteln, eine schräge Schlüpfer-Parade präsentieren und sich ungelenk frei tanzen. Wie sie für einen kurzen Moment alles vergessen, den Zoff zuhause, die Geldsorgen. ..."

 

"...Männer eben. So wie sie niemals sein wollten, aber dennoch sind. Was sie niemals zugeben würden, wären sie nicht unter sich. Und dann kommt er, der große Abend. Der Auftritt. Hier zünden Regisseur und Darsteller nun wirklich noch ein echtes Feuerwerk ... 

 

Die Jungs tanzen um ihr Leben. Und ihre Würde. Sie reißen sich die Kleider vom Leib, es fliegen Wäscheteile und Kuscheltiere. "You can leave your hat on" ist der Soundtrack dazu. Ob sie ihn, den Hut, als letztes Kleidungsstück am Ende auch noch ablegen? Da hilft nur eins: Hingehen. Und ganz genau hingucken."

 

Berliner Morgenpost

Katrin Pauly

© 2020, Andreas Rehschuh